Thales von Milet in der frühen christlichen Literatur (Studia Praesocratica, Band 3)

Thales von Milet in der frühen christlichen Literatur (Studia Praesocratica, Band 3)

Andreas Schwab

Language: German

Pages: 407

ISBN: 2:00272165

Format: PDF / Kindle (mobi) / ePub


Thales von Milet (7.-6. Jh. v. Chr.) gilt als eine der bedeutendsten Figuren der griechischen Philosophie und Wissenschaft. Dennoch sind von seinem Lebennur wenigeAnekdoten bekannt und von seinem Werk ist nichts direkt überliefert. Durch seine Untersuchung erschließt Andreas Schwab erstmals eine große Zahl von Textzeugnissen frühchristlicher Autoren, sowohl westlicher wie östlicher Theologen, die sich über Thales äußern. Dieses spannungsreiche Nachleben des Thales und seiner Ideen wird eingehend untersucht und kommentiert.

Thales of Miletus (7th-6th centuries BC) is regarded as one of the most important figures in Greek philosophy and science. In spite of this we know few anecdotes about his life, and none of his work has survived directly. This was one of the main reasons behind Andreas Schwab’s work, who for the first time commented on more than one hundred passages in early Christian authors on Thales’ life and works. These are documented in a new collection of testimonies on Thales (Traditio Presocratica vol 1, 2009). Particular attention is paid to the topics of literary discourse and the argumentative contexts within which reference is made to Thales. The commentary is not intended as a reconstruction of Thales’ life and teaching, rather the portrayals of his figure and ideas, as well as their function in later periods are analyzed and commented on with reference to the Christian texts. The Latin texts range from Tertullian to Augustine and Isidore of Seville, the Greek texts from the first apologists to Eusebius of Caesarea and the Chronicle of John Malalas. The interdisciplinary nature of this innovative, diachronous history of Thales’ “image” furthers both research into early Greek philosophy, as well as a deeper understanding of early Christian philosophy and theology.

Series Overview:

Vol. 1: Gemelli, Laura: Democrito e l'Accademia (2007)
Vol. 2: Marcinkowska-Rosól, Maria: Die Konzeption des "noein" bei Parmenides von Elea (2010)
Vol. 3: Schwab, Andreas: Thales von Milet in der frühen christlichen Literatur (2011)
Vol. 4: Cornelli, Gabriele: In Search of Pythagoreanism (2013)
Vol. 5: On Pythagoreanism (2013) Ed. by Cornelli, Gabriele / McKirahan, Richard / Macris, Constantinos
Vol. 6: Marcinkowska-Rosol, Maria: Die Prinzipienlehre der Milesier (2014)
Diels, Hermann: Prolegomena to the "Doxographi Graeci" (2016) Ed. by Primavesi, Oliver

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The Laws

Life and Letters in the Ancient Greek World (Routledge Monographs in Classical Studies)

A Companion to Greek and Roman Political Thought (Blackwell Companions to the Ancient World)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

griechische Bildungssystem durchlaufen, als er sich als Schüler des Märtyrers Justinus in der 2. Hälfte des 2. Jh. in Rom dem Christentum zuwendete.22 Nach seiner Rückkehr aus Rom wirkte er (nach Irenäus, haer. 1.28) als Enkratit, der Ehe, Wein- und Fleischgenuss verwarf.23 Tatian, Oratio ad Graecos Seine in griechischer Sprache verfasste ‚Rede an die Griechen‘ nimmt unter den christlichen Apologien des 2. Jh. eine hervorragende Stelle ein.24 Sie ist nach Harnack „nicht nur eine der ältesten“,

Auffällig ist, dass Clemens die phönizische Herkunft des Thales an dieser Stelle als Faktum ausgibt und im Gegensatz zu Th 202 (str. 1.14.62.3) Milet nicht einmal mehr thematisiert. Im Anschluss an Pythagoras104 widmet sich Clemens ausführlicher Platons Wertschätzung der Nichtgriechen. * Kontext zu Th 205 Die Bezugnahme auf Thales (str. 1.21.129.3–4) steht im Rahmen einer langen chronologischen Übersicht, die veranschaulichen soll, in welcher Zeit Moses lebte, um die These von der Priorität der

Heraklit“ als der Lehre Christi angehangen haben soll.165 In haer. 9.13 und haer. 9.15–17 geht es um die Lehren eines Buches, das dem Elchasai (aus Serri) offenbart wurde. Nach der lebhaften Schilderung des Hippolytos soll dieses Buch des Elchasai mitsamt seinen Lehren durch Alkibiades (aus Apameia in Syrien) in Rom eingeführt worden sein (haer. 9.13).166 Die „großen und verborλ$ ) dieses Buches, genen Geheimnisse“ ( so Hippolytos, sollen auf den Rat des Alkibiades hin „wie kostbare Perlen“ « «)

Flavius Josephus,220 berufen kann, sind (gemäß apol. 19.1.1*–4*) folgender Art: x x x x Die Lebenszeit des Moses dient als ein erster Bezugspunkt. 300 oder 400 Jahre später soll Danaus, der älteste Grieche, nach Argos gekommen sein. 1000 Jahre später wird der Trojanische Krieg angesetzt. 322 Jahre vor dem Untergang Trojas (Iliacum exitum) werden sowohl Saturn (und der Kampf der Titanen mit Jupiter) als auch Belus, der König der Assyrer, (nach dem Geschichtswerk des Thallus) angesetzt.

Schwerpunkte als Thales in ihren Untersuchungen gewählt haben. Ähnlich verhält es sich mit den ca. 70 Zeugnissen der so genannten Aristoteles-Kommentatoren, die in der neuen Sammlung berücksichtigt sind. Die Zeugnisse reichen von Alexander von Aphrodisias über Johannes Philoponus bis zu Albertus Magnus. Forschungsansatz und Methode 21 Die veränderte Forschungslage zu Beginn des 21. Jahrhunderts lässt es in philologischer und editorischer Hinsicht sinnvoll erscheinen, von einem ‚neuen‘ Thales

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